Der Staudamm von Éguzon
©Didier-Marc Der Eguzon-Staudamm am Fluss Creuse war zum Zeitpunkt seiner Erbauung (1917 bis 1926) einer der größten in Europa. Heute erzeugt es jährlich Strom für 41 Menschen, das entspricht der Größe der Stadt Châteauroux.
Nach zahlreichen Projekten erfolgte 1917 der erste Spatenstich. Anschließend wurde eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Union Hydroélectrique“ gegründet. Einflussreiche Aktionäre, darunter die Paris-Orléans-Eisenbahngesellschaft, wollten ein Produktionsmittel finden, das leistungsstark genug war, um die Stromversorgung des im Bau befindlichen Eisenbahnnetzes zwischen Vierzon und Toulouse sicherzustellen. Mehr als 1 Arbeiter werden Tag und Nacht auf der Baustelle arbeiten. Der Eguzon-Staudamm wurde endlich eingeweiht die 5 1926 juin.
Kurvenförmiger Gewichtsstaudamm mit einer Dicke von etwa 80 % der Höhe auf jeder Ebene, der dem Wasserdruck durch sein eigenes Gewicht standhält. Der Damm besteht aus 10 Mauerwerksscheiben, die durch 9 Dehnungsfugen voneinander getrennt sind, wobei jede Trennung zum benachbarten Block durch ein Kupferblech abgedeckt ist.
Als Materialien kommt eine amerikanische Methode zum Einsatz: Cyclopean Concrete aus Schlackenbeton (Wasser + Zement) und großen Blöcken aus Amphibolit, einem sehr festen Gestein, das direkt am Standort des Staudamms vorkommt.
61.1 m hoch mit einem Gefälle von 58.4 m und einem Stausee von 55 Millionen m3 Wasserfläche, ein See von 312 Hektar und 17 km Länge.
Die Dammkrone ist 255 m lang, an der Basis 55 m und auf der Krone 5 m dick.
Der höchste Wasserstand liegt bei 203 m über dem Meeresspiegel.
Produktion:
Die Stromerzeugung erfolgt über sechs hydraulische Kraftwerkseinheiten (Turbine + Generator) mit einer Leistung von jeweils zwölf Megawatt, die mit Francis-Turbinen ausgestattet sind und von den beiden Druckrohrleitungen gespeist werden.
Im Jahr 2019 wird eine neue Turbine gebaut, die das Ventil ersetzen soll, das zur Aufrechterhaltung der Strömung des Flusses verwendet wird.
Ausgestattet mit einer Leistung von 70,6 MW15 verhindert die Anlage jährlich den Ausstoß von 83 Tonnen Kohlendioxid und damit Treibhausgasen.
Die Jahresproduktion beträgt einhundertfünf Gigawattstunden (einhundertfünf Millionen Kilowattstunden).
Die erzeugte Energie wird über zwei 90-V-Hochspannungsleitungen zum Umspannwerk Éguzon transportiert.